Von der Idee auf den Teller

Veröffentlicht am 28. Mai 2020

3 Minuten Lesezeit

Bei Mutti steht die Liebe zu jeder Zutat und den Produkten, die daraus entstehen, jederzeit im Fokus. Dabei sind die Rezepte zu unseren Produkten in keinen Kochbüchern zu finden, sondern entstehen durch Kreativität, Leidenschaft, Lust auf Neues und ganz wichtig: Kombination von Tradition und Moderne. Und wie genau es abläuft, bis eine Produktidee bei Mutti auf den Teller kommt, haben wir für euch gemeinsam mit unserem Koch Dennis zusammengefasst.

Bei der Produktentwicklung haben wir folgende Möglichkeiten:

·         Wir entwickeln aus einer Grundzutat oder einem Grundprodukt ein neues Produkt.

·         Wir werden durch Foodneuheiten, Beiträge oder Entdeckungen beim Einkauf inspiriert und haben eine spontane Idee.

·         Wir haben den sogenannten „Geistesblitz“ – egal, ob beim Spazieren gehen, aufräumen, duschen oder während der Arbeit.

Wenn dann erstmal die Idee da ist, machen wir uns einen genaueren Eindruck des Gerichts, der Zutaten und der Zubereitungstechnik. Aber zuerst lassen wir die Idee und den Eindruck Idee und Eindruck sein und lassen unseren Gedanken 24 Stunden Zeit, um zu schauen, ob sich der Gedanke festsetzt. Oft ist es aber so, dass wir dem Gedanken sofort nachgehen und ihn in die Tat umsetzen möchten.

Doch bevor es wirklich an das Testen und Probieren geht, schauen wir uns zuerst die Geschichte des jeweiligen Produkts an: Was ist es genau? Wo kommt es her? Wie lässt es sich einsetzen und was kann man alles damit machen? Steckt hinter dem Produkt vielleicht eine Geschichte oder Tradition, die essenziell und ausschlaggebend für dieses ist? All diese Fragen beantworten wir im Vorfeld bestmöglich, um das Produkt zu verstehen und ihm den größtmöglichen Respekt entgegen zu bringen.

Erst wenn wir diese Fragen beantwortet haben, folgt das eigentliche Testen. Wir lernen das Produkt als solches kennen, probieren und schauen uns verschiedene Möglichkeiten der Verarbeitung an. Auf dieser Basis entwickeln wir ein Rezept. Auch dieses lassen wir auf uns wirken und gehen es in Gedanken immer und wieder durch. So geht es auch ans Schmecken – doch nicht ans Schmecken im herkömmlichen Sinne. Denn bevor das Rezept gekocht wird, kochen wir es gedanklich immer und immer wieder und schmecken es in unseren Gedanken ab.

UND DANN… geht es an das lang ersehnte Testen in der Küche. Denn jetzt wird das Rezept zum ersten Mal wirklich gekocht und Anpassungen vorgenommen, wenn diese nötig sind. Sobald das Rezept passt, darf das Team probieren und verkosten. Was hierbei am wichtigsten ist? Ehrliches Feedback! Zu scharf? Zu salzig? Zu wenig Pfeffer? Wie ist die Optik? All das sind Fragen, die beim gemeinsamen Tasting aufkommen können und geklärt sowie anschließend verbessert werden. Nach dem Tasting ist vor dem Tasting, denn anschließend wird die Rezeptur entsprechend angepasst und das eben so lange, bis alle zufrieden sind.

Das Rezept ist fertig – und jetzt? Jetzt darf das neue Produkt endlich auf die Teller! Und was jetzt kommt, ist noch viel spannender für uns. Denn nun stellt sich die Frage: Wie kommt das Produkt an? Diese Frage ist für uns die aufregendste und wir freuen uns, wenn wir in zufriedene Gesichter blicken können.

Auch nach der Produkteinführung ist der Prozess nicht abgeschlossen, denn die Produktentwicklung passiert fortlaufend. So sind es auch die bestehenden Rezepte, die uns tagtäglich begleiten und sich mit der Zeit weiterentwickeln. „Ein bisschen mehr davon, etwas weniger hiervon, wie wäre es noch mit...“ – all das ergibt sich durch Feedback und Tests.

Die Produktentwicklung benötigt Zeit, Kreativität und Liebe zum Detail. Und sie ist vor allem eins: ein fortlaufender Prozess!

Der Zauber steckt immer im Detail.“ – Theodor Fontane